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Der Platz wird im Gegensatz zu der
großen Piazza San Marco als Piazzetta, als „kleiner Platz“
bezeichnet und dient als prächtiger Eingangsalon Venedigs.
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© 2006 Copyright für alle Fotografien
und Texte bei Jürgen
Mulzer.
Alle Rechte vorbehalten.
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Thomas Mann hat die Novelle, tragisches Gegenstück zum späteren, mit
eher humoristischen Zügen versehenen Zauberbergroman, stets zu
seinen Hauptwerken gezählt. Zum Erfolg beigetragen haben vermutlich
auch der pittoreske Schauplatz und die dem klassischen Drama
angenäherte Form, in der auf kleinem Raum, dramaturgisch konsequent
und stimmungsvoll-bedrohlich, eine Untergangsgeschichte gezeigt
wird, die an einem Ausnahmefall einmal mehr Manns Auseinandersetzung
mit der Künstlerthema vorstellt.
Inhalt: Der 50-jährige, in München lebende Schriftsteller Gustav von
Aschenbach, der pflichtbewusst und diszipliniert arbeitend, sich auf
der Höhe seines öffentlichen Ruhms befindet, reist, von plötzlichem
Fernweh und Reiselust erfasst, nach Venedig. In der schwül-fiebrigen
Atmosphäre der Lagunenstadt verbringt er eine Reihe von Tagen in
einem Zustand zunehmend aufgelöster innerer Ordnung und Disziplin,
in sinnlicher Zuneigung entflammt zu dem im gleichen Hotel
logierenden polnischen Jüngling Tadzio, bis er sich, nach einer
Verlängerung seines Aufenthaltes, in dem beginnenden Ausbruch einer
Cholera-Epidemie an frischem Obst infiziert und in der Schlussszene
am Meeresstrand sitzend stirbt.
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